Alice Broadway: Ink

Alice Broadway: Ink (2017) – Teil 1
(deutscher Titel: noch nicht erschienen)

Inhalt: Sie haben Angst, vergessen zu werden. Sie tätowieren ihr Leben auf ihre Haut, um sicher zu gehen, dass man sich an sie erinnert. Sie sind offene Bücher, doch was, wenn man auf einer beschriebenen Seite etwas verstecken will?

Charaktere: 7.5/10 – Leora, Protagonistin, nett gemacht, Entwicklung am Ende ein klein wenig übertrieben (+0.25). Jack Minnow, Hardliner, jagt Blanks, richtig gut gemacht (+1); Obel Withworth, Tätowiermeister, der Leora ausbildet (+1, der Nachname hat mich zum Lachen gebracht +0.25).

Magie: 7.5/10 – Sehr ungewöhnlich. Menschen tragen Tätowierungen, die zeigen was sie in ihrem Leben alles gemacht haben – gute und schlechte Taten (+1). Dann gibt es die Reader, die diese Tätowierungen lesen können, also fast so, als ob sie direkt dabei gestanden wären, als das passierte, was später auf der Haut festgehalten wurde (+0.5). Die Tätowierer haben so eine Art magische Verbindung zu den Kunstwerken, die sie tätowieren (+1).

Story: 6/10 – Ein Mädchen, das versucht ihren Platz in der Welt zu finden. Ein Mädchen, das versucht ihrem toten Vater zu helfen. Ein Mädchen, das zwischen zwei Welten gefangen ist. +1 für die Hauptstory, +0.5 für einen netten Twist, -0.25 für einen nicht ganz so gut gemachten Twist und -0.25 für einen Teil in der Mitte des Buches, der ein wenig schleppender war bzw. für die kleinen Märchen-Geschichten zwischen durch (ein paar waren gut, ein paar weniger).

Setting: 8/10 – Spiet in einer zwei Klassen Welt. Die, die Tätowierungen tragen, sind die angesehenen, bzw. die einzigen echten Bürger, die Blanks (also die ohne Tätowierungen) sind quasi geächtet und werden auch gejagt (+1). Viel Gehirnwäsche und ein sehr autoritärer Staatsapparat (+1), zum Teil mit Mittelalter-Flair aber dann auch wieder Neuzeit (Maschinen und ich glaub auch Strom (eventuell)). Immer dann, wenn jemand stirbt, wird die Haut der Menschen abgezogen und daraus ein Seelenbuch gemacht, das dann, den Familien übergeben wird. Das Seelenbuch wird jedoch vorher gewogen, sollte es mehr schlechte als gute Taten beinhalten, wird das Buch verbrannt und der Name des Menschen verbannt. An ein verbranntes Buch wird und darf sich niemand erinnern, ein verbranntes Buch wird vergessen werden (+1).

Layout: 7/10 – Sehr schönes Cover +1, das sogar so richtig Sinn ergibt wenn man das Buch gelesen hat (+0.5). Kein Inhaltsverzeichnis, kein Personenregister (-0.5), Landkarte ist ein klein wenig ungewöhnlich, aber passt (+1).

Insgesamt: 7.2/10
Altersempfehlung: 12+

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