Victoria Schwab: Vier Farben der Magie

Victoria Schwab: Vier Farben der Magie (2017) – (Teil 1)

Inhalt: Schwarz, grau, weiß, rot – vier Farben für vier Städte: das verlorene schwarze London, das graue London, ein Ort an dem es fast keine Magie mehr gibt, das weiße London, regiert von den verrückten Dane-Zwillinge, und das roten London, die Hochburg der Magie. Kell, einer der letzten beiden Antari, Blutmagier, gebietet über Erde, Feuer, Wasser, Luft, Knochen und Blut, und kann als einer der wenigen, zwischen den vier London wechseln (es gibt natürlich noch andere die magisch begabt sind, doch nur die Antari können Blut kontrollieren und zwischen den Welten reisen). Als Bote für die Herrscher der roten Stadt, reist er von Königshaus zu Königshaus und überbringt Nachrichten, doch geht er auch seiner Neigung als Sammler und Schmuggler nach. Eines Tages trägt er einen dunklen Gegenstand, der eigentlich nicht existieren dürfte, über die Grenze, und das Unheil nimmt seinen Lauf. Während seinen Weltensprüngen, trifft er auf Lila, eine Diebin, die ihm jedoch bald das Leben rettet und weitere Abenteuer mit ihm besteht.

Charaktere: 8.5/10 – Lila (Delilah Bard), eine Diebin, die dazu neigt, in Schwierigkeiten zu geraten, diese jedoch immer grinsend bestreitet (eigene Annahme: wenn eine der zwei Protagonisten eine Farbe als Namen trägt, könnte das vielleicht etwas andeuten, was in den kommenden Bänden geschehen könnte) (+0.5 fürs Auge). Kell, einer der letzten zwei bekannten Antari, Bruder von Prinz Rhys (jedoch nicht biologisch), liebt seinen Bruder und kann sich weder an seinen Namen noch an seine Kindheit erinnern. Holland, der zweite Antari, lebt im weißen London und hat es um einiges schlimmer erwischt als Kell. Die Dane-Zwillinge, die durchtriebenen Magier-Herrscher des weißen London, sind wirklich gut gelungen (+1.5). Rhys, Prinz des roten London, charismatisch, lustig, trinkfreudig und umtriebig (+0.5). Charaktere waren eigentlich alle gut gemacht. Kells Verbindung zu Rhys hätte man vielleicht noch ein wenig weiter ausbauen können, aber sonst, gut. Auch Holland hätte man noch ein wenig genauer ausarbeiten können, vielleicht mit kleinen Zwischenkapitel, mit ihm als Handelnden.

Magie: 8/10 – Feuer, Luft, Wasser und Erde, sind die magischen Begabungen, die am häufigsten vertreten sind, seltener ist Knochenmagie, und am seltensten ist die Blutmagie der Antari. Theoretisch könnten die Antari eigentlich alles, außer etwas aus dem Nichts zu erschaffen. Es gibt noch die schwarze Magie, aus dem schwarzen London, die ein Eigenleben und Bewusstsein hat, bzw. sich auch auf andere Menschen ausbreiten kann/diese kontrollieren kann, wenn sie denn freigesetzt wird. Und dann gibt es noch verbotene Magie (zB Seelenbindungen, Seelenzwang, Zwang). Knochenmagie ist mal etwas Neues, und die verbotene Magie fand ich eigentlich auch gut. Die Antari scheinen ein klein wenig übermächtig, sind sie aber zumindest nicht immer. +1 für die Knochenmagie, +0.5 für die verbotene Magie, +0.5 für den Mantel.

Story: 7.5/10 – Gut. Keine extrem überraschenden Wendungen, bzw. eigentlich nur Andeutungen (+1) von Twists, aber schöner Spannungsaufbau und netter Höhepunkt, kein Cliffhanger am Ende (+0.5), aber lässt trotzdem weitere Teile offen (zwei gibt es ja noch).

Setting: 7/10 – Vier Versionen von London (+1), Schusswaffen (zumindest in einem London), aber trotzdem noch mittelalterliches Setting – Paläste, Burgen, Kleidung, Schwerter…

Layout: 6/10 – Schönes Cover, aber, keine Weltkarte, kein Inhaltsverzeichnis, und kein Namenregister. In mehrere Kapitel unterteil, die dann wieder in kleinere Abschnitte gegliedert sind.

Insgesamt: 7.4/10
Altersempfehlung: 12+

HIER klicken, um zu weiteren Buchempfehlungen zu gelangen.